Mit einem fulminanten Start ins neue Jahr legten die Nussknacker gleich los, als hätten wir über die Festtage heimlich Höhentrainingslager gemacht. Die ersten Turnabende waren geprägt von ehrgeizigen Vorsätzen, quietschenden Turnschuhen und der Erkenntnis, dass Muskelkater auch eine Form von Erinnerungskultur ist. Kurz gesagt: Wir waren motiviert, wir waren zahlreich – und wir waren erstaunlich beweglich… zumindest im Kopf.
Der absolute Höhepunkt des Jahres folgte im Juni mit unserer legendären Turnfahrt. Drei Tage lang wurde nicht nur geturnt, sondern auch gewandert, degustiert, geführt, verkostet, bestaunt und – ganz wichtig – gemütlich eingekehrt. Schon die Anreise war ein Abenteuer für sich: Treffpunkt frühmorgens in St. Gallen, bewaffnet mit Wanderrucksack, Regenschutz und der bangen Frage, ob man wirklich ohne Wanderstöcke auskommt.
In Tettnang ging es auf den Hopfenpfad, wo wir lernten, dass Bier nicht einfach aus der Flasche wächst. Die Führung und Degustation im Hopfengut waren entsprechend lehrreich – einige Nussknacker sollen danach die Welt des Hopfens mit ganz neuen Augen gesehen haben. Ravensburg begrüsste uns später mit Stadtführung, Veitsburg, Philosophenweg, Weinprobe und kulinarischen Höhepunkten in diversen Gasthöfen. Auch Kultur kam nicht zu kurz: Das ZeppelinMuseum in Friedrichshafen brachte uns am Sonntag zurück in die Lüfte – immerhin eine Disziplin, in der wir Turner uns ja grundsätzlich wohlfühlen. Die Rückreise über den Bodensee setzte dem Ganzen die Kirsche auf den Dessert.
Nach so viel Aktivität war die Sommerpause wohlverdient. Diese verbrachten wir in bester Nussknacker-Manier: mit gemütlichem Grillen bei verschiedenen Turnern. Jeder Abend hatte seinen eigenen Charakter – aber immer gleichbleibend waren die gute Stimmung, die reich gedeckten Tische und die sportliche Höchstleistung beim Nachfassen.
Den Jahresausklang feierten wir standesgemäss im Adler mit einem anatolischen Abend. Zwischen exotischen Düften, unbekannten Gewürzen und bekannten Gesichtern wurde viel gelacht, angestossen und auf ein gelungenes Jahr zurückgeblickt. Spätestens hier war klar: Die Nussknacker können nicht nur turnen, sondern auch geniessen.
Besonders erfreulich: Wir durften dieses Jahr drei neue Mitglieder in unseren Reihen begrüssen. Sie haben sich mutig unter die Nussknacker gemischt und sind mittlerweile kaum mehr wegzudenken – der Beweis, dass unsere Riege nicht nur fit, sondern auch anziehend ist.
So endet ein Jahr voller Bewegung, Gemeinschaft und unvergesslicher Momente. Die Nussknacker bleiben, was sie sind: eine Truppe, die Turnen, Kameradschaft und Lebensfreude meisterhaft verbindet. Auf ein ebenso knackiges neues Jahr!


